FDP Leer: Grundstückserwerb der ehemaligen Synagoge ist ein bedeutendes Signal für die Erinnerungskultur
Die FDP in Stadt und Kreis Leer ist dankbar und erleichtert, dass die Stadt Leer das Grundstück der ehemaligen Leeraner Synagoge nunmehr erwerben kann. „Der jetzt nach Jahren vergeblicher Bemühungen erzielte überraschende Durchbruch ist aus unserer Sicht eine glückliche Fügung und ein bedeutendes Signal weit über die Stadtgrenzen hinaus“, erklärt FDP Ratsherr Günter Podlich für die Freidemokraten. Nach Ansicht der Liberalen wurde diese Entscheidung erst durch das engagierte Zusammenwirken vieler Beteiligter möglich: dem Archäologischen Dienst der Ostfriesischen Landschaft und der oberen Denkmalbehörde des Landes, die das Gelände an der Heisfelder Straße als Baudenkmal einstuften, zahlreichen Vereinen, Schülerinnen und Schülern, die immer wieder das starke Interesse der Bürgergesellschaft zum Ausdruck brachten, sowie der Arbeit von Rat und Verwaltung der Stadt Leer unter Leitung von Bürgermeister Claus-Peter Horst. Ebenso war es aber auch die Einsicht des bisherigen Eigentümers in die besondere Bedeutung dieses Ortes, die letztlich den Weg ebnete. Den größten Anteil am Erfolg schreibt die FDP jedoch dem Leeraner Ehrenbürger Albrecht Weinberg zu. Der Überlebende der Shoa, der 1938 kurz vor der Zerstörung der Synagoge dort seine Bar Mizwa feierte, machte das Anliegen anlässlich seines 100. Geburtstags zu seiner persönlichen Herzenssache. „Es ist phänomenal, wie sich Albrecht Weinberg in seinem hohen Alter und mit seinem Lebensweg für dieses Projekt eingesetzt hat“, betont der FDP Politiker Podlich. Die FDP wird den nun folgenden Planungs- und Entscheidungsprozess zur Gestaltung eines würdigen Gedenkortes aufmerksam und zugleich kritisch-konstruktiv begleiten.