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FDP Ems-Jade: Albrecht Weinbergs Engagement für Menschlichkeit bleibt unser Auftrag

Die Nachricht vom Tod von Albrecht Weinberg lässt auch uns Freie Demokraten traurig zurück. Nach all dem, was er erleiden musste und jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im deutschen Namen angetan wurde, war es ein grosses Geschenk, dass Albrecht Weinberg und seine Schwester vor 14 Jahren hierher zurück kamen.

Zum Tode des Holocaust-Überlebenden und Ehrenbürger der Stadt Leer, Albrecht Weinberg, erklärt Moritz Cvoro, Bezirksvorsitzender der FDP Ems-Jade:

„Der Tod von Albrecht Weinberg erfüllt auch uns Freie Demokraten mit großer Trauer. Mit ihm verlieren wir eine prägende Stimme gegen das Vergessen der Shoah – weit über Ostfriesland hinaus. Albrecht Weinberg hat als einer der letzten Zeitzeugen des Holocaust unermüdlich davon berichtet, welches unvorstellbare Leid er und seine Familie durch die Verbrechen des Nationalsozialismus erfahren mussten. Mit seiner persönlichen Geschichte, die er insbesondere in Schulen und in Gesprächen mit jungen Menschen geteilt hat, hat er einen unverzichtbaren Beitrag für das Erinnern geleistet. Er schilderte eindrücklich, wohin Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus führen können – und welche Verantwortung daraus für jede Generation erneut erwächst.

Albrecht Weinberg hat seine Geschichte geteilt, damit sich das Geschehene nie wiederholt. Unvorstellbar müssen seine Sorgen gewesen sein, als er erfahren musste, wie Antisemitismus und offener Hass gegen Juden auf unseren Straßen zunehmen – etwa durch den Angriff auf den jüdischen Friedhof in Leer vor zwei Jahren, bei dem Grabsteine umgestoßen wurden. Die Angst, die er daraufhin empfand, zeigt, wie verletzlich jüdisches Leben auch heute noch ist. Seine Worte: „Wie sollte ich mir da keine Sorgen machen?“ sind eine erschütternde Mahnung an uns alle, wachsam zu bleiben. Gerade in einer Zeit, in der extremistische Kräfte an Zulauf gewinnen, ist entschlossenes politisches Handeln und Courage gefordert. Der Schutz jüdischen Lebens und der Kampf gegen Antisemitismus sind eine zentrale Verpflichtung unseres Rechtsstaates. Zugleich bleibt es Aufgabe der gesamten Gesellschaft, nicht wegzusehen, sondern klar Position zu beziehen. Albrecht Weinbergs Engagement für Menschlichkeit und für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit bleibt unser Auftrag. Seine Stimme wird fehlen und wir werden ihn nicht vergessen.“